Fondue-Abend mit Nationalrätin und Ständerat
03.03.2025Prominente Gäste werteten den traditionellen Fondue-Abend der SVP Herzogenbuchsee dieses Jahr zusätzlich auf. Die neue Nationalrätin Katja Riem sowie Ständerat Werner Salzmann informierten über das aktuelle Polit-Geschehen in Bundesbern. Im Zentrum stand dabei der neue Rahmenvertrag mit der EU, den die beiden Referenten entschieden ablehnen.
Rund 40 Personen nahmen die Einladung zum diesjährigen Fondue-Abend der SVP Herzogenbuchsee im Kornhaus an. Mit der neuen SVP-Nationalrätin Katja Riem und SVP-Ständerat Werner Salzmann befanden sich auch zwei sehr prominente Gäste darunter. Mit Aliki Panayides war zudem auch die Geschäftsführerin der SVP Kanton Bern unter den Teilnehmenden. Peter Breuers, Präsident der SVP Herzogenbuchsee, zeigte sich erfreut über den Aufmarsch der SVP-Mitglieder und betonte, dass in der aktuellen Lage ein geschlossenes Auftreten der Partei erforderlich sei und er deshalb froh über das Engagement der SVP-Basis sei.
Katja Riem gewährte anschliessend Einblicke in ihre ersten Erfahrungen als Nationalrätin. Dabei sprach die 28-jährige Winzerin aus Oberdiessbach von einer wahnsinnigen Erfahrung, die sie bislang machen durfte. Sie sei überrascht, wie kollegial der Umgang unter den Nationalrätinnen und Nationalräten sei. «Es hat viele sehr sympathische Leute im Bundeshaus», bemerkte sie. Der Start sei für sie spannen und interessant gewesen. Sie sei überzeugt, dass es gut für die SVP sei, wenn die Partei in Bern auch durch eine junge, weibliche Stimme vertreten werde.
Die grösste staatspolitische Herausforderung
Bereits in ihrer ersten Legislatur darf sie sich mit der Beziehung zwischen der Schweiz und der EU befassen. Sie finde es verrückt, was in diesem Bereich ablaufe, sagte sie den Teilnehmenden des Fondue-Abend. «Alle Anzeichen deuten aktuell darauf hin, dass wir künftig fremde Richter in unserem Land dulden müssen.» Das sei für sie äusserst bedenklich, «denn es sollte selbstverständlich sein, dass wir auch in Zukunft in unserem Land selbst bestimmen können, in welche Richtung wir uns entwickeln und bewegen wollen», gab sie zu verstehen.
Gleicher Meinung ist ihr Parteikollege und Ständerat Werner Salzmann aus Mülchi. Beim auszuhandelnden Rahmenvertrag mit der EU sprach er von der grössten staatspolitischen Herausforderung für unser Land. «Die EU versucht uns zu unterjochen, uns einen Kolonialvertrag unterzujubeln», zeigte er sich entrüstet über das vorliegende Vertragswerk. Er sei jedoch zuversichtlich, dass man gemeinsam mit dem Volk diesen Vertrag «bodigen» werde, verbreitete Salzmann Optimismus.
Nicht weniger entrüstet zeigte sich der SVP-Ständerat beim Thema Migration. «Die Folgen einer falschen Migrations-Politik haben beispielsweise dazu geführt, dass die politische Ordnung in Deutschland komplett auf den Kopf gestellt wurde», erwähnte Salzmann und mahnte, dass es wichtig sei, dass wir bei diesem Thema wieder selbst die Kontrolle übernehmen. «Wenn wir das nicht endlich in den Griff kriegen, dann werden wir ein gewaltiges Problem bei der inneren Sicherheit haben.» Haarsträubend sind laut Werner Salzmann auch die Zustände bei der Schweizer Armee. «Hier braucht es endlich einen kompetenten Bundesrat. Markus Ritter wäre der richtige Mann», machte er klar, dass er bei der kommenden Bundesrats-Wahl seine Stimme dem Mitte-Kandidaten geben wird. (textwerk/war)
